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Traditions­gemeinschaft
LTG 63
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Der Nachfolger landet in Hohn

Eine A400M der Luftwaffe war im August zu Gast auf dem Flugplatz Hohn. Rund um das Flugzeug standen die, die hier jahrzehntelang die Transall geflogen und gewartet haben.

Zuerst war sie nur zu hören. Dann kam sie in zweihundert Metern Höhe über den Platz, legte sich in eine enge Rechtskurve und war so schnell wieder in den Wolken verschwunden, wie sie aufgetaucht war. Es regnete, zwischen den Schirmen hindurch war nicht viel zu sehen. Ein paar Minuten später rollte die A400M dann heran und blieb vor dem Gebäude stehen, in dem die Ehemaligen des Lufttransportgeschwaders 63 auf sie gewartet hatten.

Ein Trainingsflug, der zum Besuch wurde

O Jens Schuhmacher, Kdre TLG 51 und O a.D. Zitzewitz

Zustande gekommen ist der Termin über unseren 1. Vorsitzenden. Hartmut Zitzewitz, früher selbst Kommodore des Geschwaders, hat ihn mit der Luftwaffe abgestimmt: Aus einem ohnehin geplanten Trainingsflug vom Fliegerhorst Wunstorf nach Hohn wurde kurzerhand ein Besichtigungsprogramm.

Die Maschine für diesen Flug war mit Bedacht gewählt. Kennungen der A400M beginnen immer mit 54, dahinter stehen das Bundeswehrkreuz und zwei weitere Ziffern. Die Maschine, die in Hohn landete, trug die 54+63.

Begrüßt wurden die Veteranen von Oberst Jens Schumacher, Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders 51 in Jagel und damit auch verantwortlich für den Flugplatz Hohn.

Was der Nachfolger kann

Der Größenunterschied ist beträchtlich. Die Transall trug 16 Tonnen, die A400M trägt 43,6. Die alte Maschine flog 450 Kilometer in der Stunde, die neue 780. Die Reichweite wuchs von 1900 auf über 3300 Kilometer bei voller Beladung. Jedes der vier Triebwerke leistet bis zu 11.000 PS.

Bewundert wurde vor allem der Laderaum. Ganz ohne Widerspruch blieb der Besuch trotzdem nicht: Die Transall, so der Tenor unter den Ehemaligen, habe sich sportlicher geflogen.

Bis zu 1500 Besucher im Jahr

Was die A400M erst noch gewinnen muss, hat die Transall längst: Zuneigung. Unser Geschäftsführer Helmut Funck, zwanzig Jahre in Hohn stationiert, hat die Zahl parat — bis zu 1500 Menschen besuchen die ausgestellte Maschine im Jahr. An seine Zeit auf dem Platz erinnert er sich als eine Gemeinschaft, die eher einer großen Familie glich.

Hohns Bürgermeister Volker Stiefel wünscht sich, dass die Geschichte des Standorts weitergeht, und hofft auf eine Wiederbelebung. Zumindest zeitweise geht dieser Wunsch im kommenden Jahr in Erfüllung: Im Mai 2027 üben Luftstreitkräfte aus mehreren Nato-Staaten erneut bei der Großübung Air Defender, nach der Premiere von 2023. Die A400M wird dabei eine Rolle spielen.

Laderaum
54+63

Einer, der den Nachfolger von der anderen Seite kennt, war ebenfalls dabei: Hans-Jürgen Ochs, früher Kommodore in Hohn und danach Referent im Verteidigungsministerium, hat dort an den Anforderungen mitgearbeitet, die der Transall-Nachfolger erfüllen sollte. Mit dem Ergebnis, sagt er, sei er höchst zufrieden.

O a.D. Ochs

Quelle: Bericht „Fliegender Generationswechsel“ von Dirk Jennert, Landeszeitung vom 22./23. August 2026. Die Angaben sind dem Bericht entnommen und in eigenen Worten zusammengefasst.