Erster Flug in die Sowjetunion
1978 fliegt das LTG 63 als erste deutsche Transportmaschine in die Sowjetunion — und erreicht die 100.000ste Flugstunde mit der Transall.
Am 28. Juli 1978 bringen zwei C-160D des LTG 63 zwei Bell UH-1D des HTG 64 und drei Besatzungen aus Ahlhorn zu den 3. Hubschrauber-Weltmeisterschaften nach Witebsk in der Sowjetunion. Eine der Maschinen fliegt unter dem Kommando von Oberst Dr. Heinz-Ulrich Beuther.
Die 1900 Kilometer lange Strecke wird ohne Zwischenlandung geflogen. Auf Wunsch der sowjetischen Seite sind zwei russische Navigatoren an Bord, die den Funkkontakt mit den Bodenstellen sicherstellen. Es ist der erste Flug einer Transportmaschine der deutschen Luftwaffe in die Sowjetunion.
100.000 Flugstunden auf der Transall
Zum 1. Oktober 1978 wird die Umgliederung des LTG 63 abgeschlossen. Stab und Stab Fliegende Gruppe werden zusammengefasst, eine Lufttransportstaffel gebildet, der Stab Technische Gruppe und der Stab Fliegerhorstgruppe zur Einsatzunterstützungsgruppe vereinigt.
Am 15. Dezember 1978 wird beim LTG 63 die 100.000ste Flugstunde mit der Transall C-160D geflogen. Die Jubiläumsmaschine ist die 50+17; sie kehrt um 9:45 Uhr von einem Versorgungsflug nach Großbritannien auf den Flugplatz Hohn zurück, geflogen von Hauptmann Norbert Vollmann und seiner Besatzung. Auch 1978 wird dem Geschwader der Flugsicherheitspokal verliehen.
Im Dezember 1978 beteiligt sich das Geschwader an der Suchaktion nach dem Frachter „München“ im Atlantik. 1980 stehen Hilfsflüge in die Erdbebengebiete in Algerien und Italien auf dem Dienstplan.
