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Traditions­gemeinschaft
LTG 63

Termez und der Weg nach Afghanistan

Nach dem 11. September 2001 verschiebt sich der Auftrag. Ab Februar 2002 betreibt das LTG 63 einen Stützpunkt in Usbekistan.

2002

Die Anschläge vom 11. September 2001 verändern die Aufträge des Lufttransports. Es folgen Einsätze gegen den Terrorismus, vor allem in Afghanistan und am Horn von Afrika. Für das LTG 63 beginnt das damit, Flugzeuge zur Unterstützung der Vereinigten Staaten in die Türkei zu verlegen.

Ein Stützpunkt in Usbekistan

Ab Februar 2002 entsteht in Termez in Usbekistan ein Lufttransportstützpunkt, aufgebaut unter der Leitung des damaligen Kommodore Oberst Hans-Jürgen Miunske. Am 18. Februar 2002 meldet er seine volle Einsatzbereitschaft für den ISAF-Einsatz. Von Termez aus wird über Jahre hinweg der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan aus der Luft versorgt.

Am 19. Juni 2004 wird daraus das Einsatzgeschwader Termez — und zwar als Joint-Geschwader: Transportkapazitäten der Luftwaffe und des Heeres stehen erstmals unter gemeinsamer Führung. Es ist das erste teilstreitkräfteübergreifende Geschwader der Bundeswehr mit Großgerät beider Teilstreitkräfte. Geflogen werden die Transall C-160 und der Hubschrauber CH-53 GS.

Was dabei zusammenkam

Am 21. April 2007 erfliegt das Einsatzgeschwader seine 19.000. Flugstunde, keine zwei Monate später, am 19. Juni, die 20.000. Seit Aufnahme des Flugbetriebs in Afghanistan haben Transall und CH-53 zusammen mehr als 6.900 Einsätze geflogen. Dabei wurden rund 16.000 Tonnen Ladung und über 184.000 Passagiere befördert, dazu rund 600 Patienten aus verschiedenen Nationen mit MEDEVAC-Maschinen verlegt.

Nach Mazar-e Sharif

Mit dem Bundestagsbeschluss vom 9. März 2007 und der Stationierung von sechs Aufklärungs-Tornados in Mazar-e Sharif verschiebt sich der Schwerpunkt nach Norden. Sobald die Infrastruktur dort fertig ist, folgen die Luftfahrzeuge: im November 2007 die Hubschrauber, im August 2008 die Transall. Zum 31. August 2008 wird das Einsatzgeschwader Termez außer Dienst gestellt und als Strategischer Lufttransportstützpunkt weitergeführt, mit dem Luftfrachtumschlag und der Passagierabfertigung als Kernaufgaben.

Nicht nur Afghanistan

Zwischen Juni und September 2003 beteiligt sich das Geschwader mit der C-160D an der Operation Artemis der Europäischen Union in Uganda. 2006 folgt EUFOR RD Congo: Nach dem Beschluss des Bundestages vom 1. Juni 2006 verlegt das LTG 63 eine C-160D und eine MedEvac-Transall, um die ersten freien Wahlen in der Demokratischen Republik Kongo abzusichern.